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Hier finden Sie weitere Informationen zu meiner Behandlungsmethodik:
Entwicklungskonzept als Basis für die Therapie. Entwicklung hat verschiedene Dimensionen, die in enger Verbindung zueinander stehen:
Die Vorstellung davon, wie Entwicklung geschieht und welche Faktoren dieses Geschehen beeinflussen, bestimmt das Konzept einer Entwicklungsbeurteilung und ist Grundlage für das Konzept einer therapeutischen Unterstützung im Falle einer Entwicklungsstörung oder – verzögerung. Lange wurde Entwicklung als ein rein auf genetischer Determination beruhender, der zerebralen Ausreifung folgender Vorgang funktioneller Entfaltung gesehen (deterministisches Entwicklungskonzept). Man betrachtete Bau und Funktion des ZNS als streng hierarchisch organisiert und die Reflexe und Reaktionen des neugeborenen Kindes als Grundbaustein für die weitere motorische Entwicklung. Heute wissen wir, dass die Entwicklung ein Prozess ist, der in entscheidender Weise an die Aktivität des Organismus in Interaktion mit seiner Umwelt gebunden ist (adaptiv epigenetisches Entwicklungskonzept). Das Gehirn ist ein selbstorganisierendes System. Vor dem Hintergrund dieses systemischen und aufgabenorientierten Entwicklungskonzeptes sind Zielsetzung und Vorgehensweise einer Therapie, die erschwerte Entwicklung unterstützen will zu sehen. Seit den Anfängen in den 40 iger Jahren wurde dieses Konzept in stetiger Weiterentwicklung erarbeitet. Es zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen Ansatz aus und ist so angelegt, daß auch in Zukunft weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und empirische Erfahrungen miteinbezogen werden können. Heute behandeln TherapeutInnen verschiedener Fachrichtungen (PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und LogopädInnen) Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen, sowie mit sensomotorischen Auffälligkeiten und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen, einschließlich kognitiver Beeinträchtigungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter nach dem Bobath-Konzept. Ziel der Behandlung ist dem Kind über Bewegungserfahrung motorisches Lernen zu ermöglichen und ihm bei der Selbstorganisation zu helfen. Motorisches Lernen wird gezielt gefördert, indem Bedingungen geschaffen werden, die das Explorieren, Ausprobieren und Entwickeln von Strategien möglich machen. Durch gezielt angewendete äußere Reizgebung in der Therapie wird die Entwicklung einer Tonusregulation von Haltungs – und Bewegungsmustern unterstützt. Je nach Notwendigkeit können Hilfsmittel zur Unterstützung eingesetzt werden . Die Behandlung wird so alltagsnah wie möglich durchgeführt und in die Bereiche des täglichen Lebens direkt übernommen. Die Bezugspersonen werden von Anfang an einbezogen. |